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Jüngere Geschichte der Wiesenburg

Wenn man die jüngere Geschichte und Entwicklung der Wiesenburg betrachtet, ist dies in besonderem Maße mit dem Ehepaar Dumkow verbunden, welches den Berliner Asyl-Verein fortführte, das Gelände vor dem weiteren Verfall bewahrte und in den 80iger verhinderte, dass Grundstücksspekulanten die Wiesenburg abrissen und durch Neubauten zerstörten.

Das ehemalige Verwaltergebäude wurde als Wohnhaus umgebaut und in die erhaltenen Hallen zogen nach und nach kleine Gewerbebetriebe ein, nachdem diese sich ihre Orte auf der Wiesenburg neu erschlossen und aufbauten. Familie Dumkow unterstützte die sich ansiedelnden Menschen u.a. mit Baumaterialien und der Möglichkeit sich mit viel Eigeninitiative und eigenem Geld die jeweiligen Ateliers und Werkstätten neu zu erschließen und herzurichten.

Die Familie öffnete die Wiesenburg nach und nach für Handwerker, Künstler und Kulturschaffende jeglicher Couleur. Viele große Filmteams drehten hier Szenen wie z.B. für Schlöndorffs „Blechtrommel“, Fassbinders „Lilli Marleen“ oder das Fallada-Epos „Ein Mann will nach oben“.


blechtrommel

Szene der Reichskristallnacht aus "Die Blechtrommel" gedreht auf der Wiesenburg




Heute ist die Wiesenburg ein lebendiger Kulturort Berlins, die Ateliers eines Holzbildhauers mit einem aus 80000 Teilen bestehenden Pharaonenbett, einer britischen Bildhauerin, eines schwedischen Malers und eines Produktdesigners beherbergt. Zudem gibt es eine aus Quartiersmanagement- und EU-Mitteln finanzierte Tanzhalle inkl. einer Tanzgruppe, ein vollausgestattetes Tonstudio, zwei metallverarbeitende Kleinbetriebe und Imker, welche mit ihren Asyl-Bienen echten Wiesenburger Honig und Met herstellen.


beesWiesenburger Honigbienen



Nachdem der Sohn der Verwalter Joachim Dumkow 15 Jahre lang die Ruinen beräumte und somit nutzbar machte, fanden infolge dessen in den Ruinen und im Garten unzählige Fotosessions, Tanzperformances, Filmdreharbeiten, Konzerte, Theater- und Filmvorführungen statt.

Der im ehemaligen Wasserturm befindliche Kommunikationsraum der Wiesenburger und Sympathisanten die „UnbezahlBar“ wurde zum Undergroundtreffpunkt der Kunst- und Kulturszene.


UnbezahlbarUnbezahlBar




Schüler, der von Familie Dumkow geförderten Weddinger Schulen, nutzten und erkundeten dieses Gelände, von Lehrern, Architekten, Künstlern und Handwerkern betreut, als lebendigen grünen Lernort.


sommerfestDie Wiesenburg - ein Lehrort für Kinder




In den vergangenen drei Jahrzehnten bestand ein Rechtsstreit zwischen dem Berliner Senat und dem Berliner Asylverein über die Besitzverhältnisse,welche nach langem Rechtsstreit 2012 der Stadt Berlin zugesprochen wurden. Familie Dumkow führte die Hausverwaltung bis zum Jahr 2014 fort, bevor die Stadt das Gelände an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft „DEGEWO“ verkaufte.

Seit dieser Zeit wurden große Teile der Ruine von der DEGEWO mit dem Hinweis auf die fehlende Verkehrssicherheit geschlossen und somit die Fortführung einer sozialen und kulturellen Nutzung außerhalb der Ateliers beendet.

Die Wiesenburger unterstützen die von der DEGEWO angekündigte „Weiterentwicklung des Geländes im Dialog mit den Bewohnern und Nutzern. DEGEWO will den historischen Ort vor dem weiteren Verfall bewahren und für nachbarschaftliche und soziale Aktivitäten im Quartier öffnen.“

Die Wiesenburger werden sich dafür einsetzen, mit Ihrem künstlerischen, architektonischen und intellektuellen Know-How in den Entwicklungsprozess mit einbezogen zu werden, so dass man gemeinsam an der Erhaltung der Wiesenburg arbeitet, um die Wiesenburg als einen kulturellen und sozialen Ort im Kiez weiterzuentwickeln.

Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement Pankstrasse möchte man den Leitsätzen des QM gemäß „Kreativ Leben, Lernen und Arbeiten“ diesen Ort erschließen und zukunftsfähig machen.